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Mittwoch, 8. April 2026

[Rezension] Sam Hall: Eine neue Bärspektive (Ursa Shifters #1)

Buchcover

Eine neue Bärspektive (Ursa Shifters #1)

Autorin: Sam Hall

Übersetzung: Timo Rattay

Seiten: 346 Seiten

Format: E-Book

Verlag: 2 Herzen Verlag

Erscheinungsdatum: 04.11.2024

ASIN: B0DKJNHKGB

Sprache: Deutsch

Genre: Romance / Reverse Harem / Spice

Bewertung: ⭐⭐⭐☆☆

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Bildquelle / Cover: Goodreads / © 2 Herzen Verlag / © Coverdesign: nicht bekannt
Klappentext: © Sam Hall / 2 Herzen Verlag



Worum geht's?

Mein Ex-Mann brach mir das Herz, als er um eine offene Ehe bat. Dann fand ich heraus, dass er bereits mit einer anderen geschlafen hatte. Also habe ich ihm den Laufpass gegeben und bin ausgezogen, Aber dabei fand ich mich in den Armen von vier heißen Fremden wieder. Sie hielten nichts zurück und schenkten mir all die Aufmerksamkeit, die ich bisher vermisst hatte. Aber diese Jungs haben ein Geheimnis. Werde ich die Wahrheit verkraften können, wenn sie ans Licht kommt, oder wird es zu übärweltigend sein? Dies ist ein paranormaler Bärenshifter-Roman, in dem das Mädchen leidet und die Jungs alles tun, damit sie sich wieder geliebt fühlt.

„ "Dieser kleine Scheißer", sagte Holly und ließ den Anschein von Frieden, Liebe und Mungobohnen fallen, während sie mit den Fingerknöcheln knackte, denn das ist es, was beste Freundinnen tun. "Wann gehen wir hin und treten ihm in den Arsch?" “

Meine Meinung

Ich hatte vorher noch nichts über Bear Shifter gelesen, aber die Idee fand ich spannend – und nachdem ich Sam Halls "Monster Street-Reihe" geliebt habe, wollte ich ihren Bären eine Chance geben. Der Auftakt wirkte vielversprechend: Die vier Männer begegnen Nat mit einer angenehmen Mischung aus Geduld und Respekt, und auch die Dynamik innerhalb der Gruppe fand ich interessant, gerade weil sie Nat schon vor ihrem ersten Treffen als ihre Gefährtin erkannt haben.

Mit zunehmender Seitenzahl verschob sich für mich jedoch das Gleichgewicht der Geschichte. Der Konflikt mit Nats (Ex-)Mann Paul drängt sich so stark in den Vordergrund, dass er fast alles andere überlagert. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Nat mitten in einem emotional chaotischen Trennungsprozess steckt – Verletzung, Wut, Unsicherheit, all das wirkt authentisch. Aber die ständige Präsenz dieses Themas nimmt der eigentlichen Romanze viel Raum und Energie. Gleichzeitig entwickelt sich die Verbindung zu den vier Männern emotional kaum weiter. Ihre Gefühle stehen fest, bevor die Handlung überhaupt beginnt, während Nat gefühlt von einem Extrem ins nächste springt. Für mich wirkte dieser Übergang zu abrupt, um wirklich glaubwürdig zu sein.

Auch die Bear Shifter selbst bleiben eher schemenhaft. Ich konnte sie zwar durch ihr Aussehen und die Beschreibungen ihrer Bärenformen unterscheiden, aber sie fühlten sich nicht wie vollständig ausgearbeitete Charaktere an. Bei ihrer Nennung im Buch habe ich meistens nichts gefühlt. Ironischerweise hat Paul – wenn auch auf negative Weise – deutlich stärkere Reaktionen in mir ausgelöst. Manche Szenen wirkten zudem unnötig überdramatisiert, besonders Nats Reaktion auf die Bären-Enthüllung, obwohl sie zuvor mit ihrer besten Freundin über ihre Begeisterung für Werwesen gescherzt hatte.

Holly, ihre beste Freundin, war dagegen ein echtes Highlight; ihre Loyalität und ihr Humor haben der Geschichte gutgetan, und ich hätte mich gefreut, irgendwann mal eine Geschichte mit ihr zu lesen. Auch die Schauplätze hätten für meinen Geschmack etwas lebendiger sein dürfen. Die meisten wirkten recht generisch, positiv herausgestochen sind für mich nur Hollys Buchladen und der alte Uhrenturm, die wirklich atmosphärisch beschrieben wurden.

Richtig aus dem Lesefluss gebracht hat mich schließlich das Ende. Erst auf den letzten Seiten wurde klar, dass die Geschichte auf zwei Bände verteilt ist, und der abrupte Abbruch hat mich eher irritiert als neugierig gemacht. Da ich außerdem kein weiteres Drama rund um Paul lesen möchte, werde ich die Reihe für mich an dieser Stelle beenden.

Fazit

Für mich bleibt dieser Reihenauftakt eine interessante Idee mit einzelnen starken Momenten, die jedoch durch eine unausgewogene Schwerpunktsetzung an Wirkung verliert. Die Grundprämisse hat Potenzial, und gerade Holly sowie einige atmosphärisch gelungene Schauplätze – wie ihr Buchladen oder der alte Uhrenturm – stechen positiv hervor. Gleichzeitig dominiert das Trennungsdrama so sehr, dass die eigentliche Romanze kaum Tiefe entwickeln kann, während die Bear Shifter selbst blass bleiben. Der abrupte Schnitt am Ende hat meinen Lesefluss zusätzlich gestört. Insgesamt solide, aber für mich nicht überzeugend genug, um die Reihe weiterzuverfolgen.

Wenn ihr eine Geschichte lest, in der eine Figur mitten in einer schwierigen Trennung steckt und gleichzeitig eine neue Liebesentwicklung angedeutet wird – wirkt das für euch eher spannend oder eher überladen?

Mein Rating: ⭐⭐⭐☆☆ (3/5)

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