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Mittwoch, 2. September 2026

[Rezension] Alicia Metz-Kleine: Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

Buchcover

Autorin: Alicia Metz-Kleine

Illustrationen: Gareth Ryans

Seiten: 32 Seiten

Format: Hardcover

Verlag: Gabriel in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH

Erscheinungsdatum: 28.07.2026

ISBN: 978-3522307628

Sprache: Deutsch

Genre: Bilderbuch / Kinderbuch / Sachbuch Ernährung

Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆

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Bildquelle / Cover: Amazon / © Gabriel in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Klappentext: © Alicia Metz-Kleine / Gabriel in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH



Rezensionsexemplar über NetGalley
NetGalley Logo

Dieses Buch wurde mir als digitales Rezensionsexemplar vom Verlag über die Plattform NetGalley zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung des Exemplars hat keinen Einfluss auf meine Bewertung oder meine persönliche Meinung zum Buch.

Worum geht's?

Wenn Essen zum Abenteuer wird – und Nudeln nur der Anfang sind

• Warmherziges Familienbuch über picky eater, Probieren, gesunde Ernährung und naschen – alltagsnah und humorvoll • Mitmach-Fragen und Impulse fördern Selbstständigkeit, Neugier und Freude am Essen und gemeinsam Kochen • Entwickelt mit einer erfahrenen Ernährungsberaterin – mit Eltern-Tipps auf jeder Seite

Wanda liebt Erdbeeren, aber Brokkoli? Damit kann man sie jagen! Gemeinsam mit ihrem Bruder Luis taucht sie in den kunterbunten Essensalltag ein: vom Einkaufen über das Probieren neuer Lebensmittel bis hin zu kleinen Mutproben am Tisch. Spielerisch entdecken Kinder, was gesund ist, woher unser Essen kommt und warum jeder sein eigenes Lieblingsessen haben darf. Die warm illustrierten Szenen greifen Themen wie Süßigkeiten, essen in der Familie und den Umgang mit picky eater‑Phasen auf – leicht, fröhlich und voller Aha‑Momente.

Meine Meinung

Ich bin auf NetGalley über das Buch „Ich mag nur Nudeln ohne Soße!“ von Alicia Metz-Kleine gestolpert. Es handelt sich um Band 2 der Familienreihe, deren erster Band „Ich bin noch gar nicht müde!“ heißt. Der Titel hat mich sofort angesprochen, weil ich diesen Satz schon hunderte Male von meinen Kindern gehört habe. Wer Kinder hat weiß, dass die Situation am Esstisch manchmal schwierig sein kann. Kind A isst kein grünes Gemüse, Kind B kein gekochtes und Kind C möchte am liebsten nur Nudeln und Schokolade. Als Eltern versucht man sein Bestes, richtet das Essen als lustiges Bild an oder besorgt Kinderkochbücher, damit die Kinder selbst kochen können. Im Alltag hält dieser Schwung aber oft nicht lange, besonders wenn man zusätzlich pflegende Mama ist.

Schön finde ich an dem Buch, dass es nicht belehrend wirkt. Alle Informationen sind in eine kindgerechte Geschichte um die Geschwister Wanda und Luis eingebettet. Man begleitet die beiden mit ihren Eltern durch den Alltag, beim Kochen, beim Einkaufen und beim Entdecken. Dabei werden Fragen gestellt, die Kinder und Eltern dazu animieren weiterzuforschen. Besonders das Thema saisonales Obst und Gemüse wird verständlich erklärt. In einer Zeit, in der vieles mit Flugzeugen durch die halbe Welt reist, ist es für Kinder spannend zu sehen, was wirklich bei uns in den jeweiligen Jahreszeiten wächst. So lernen sie nebenbei etwas über Umweltschutz und dass man im tiefsten Winter vielleicht nicht unbedingt Erbeeren oder Heidelbeeren braucht.

Gut gefallen haben mir die kleinen Anreize wie der Entdeckereinkauf, bei dem jeder ein Obst oder Gemüse auswählt, das noch nie probiert wurde. Oder das Selbstmachgericht, bei dem verschiedene Komponenten auf dem Tisch stehen und jeder seinen eigenen Teller zusammenstellt. Solche Ideen erinnern daran, dass man sich beim Essen oft unnötig Stress macht und einfache Dinge manchmal die besten sind. Das Buch zeigt auch, dass Süßes wie Pfannkuchen mit Apfelmus oder ein Nachtisch in Ordnung sind, solange man auf Ausgewogenheit achtet.

Beim Teil der Geschichte über Tischregeln war ich zunächst skeptisch, weil ich da eine etwas andere Meinung vertrete. Im Abschnitt „Liebe Eltern“ wird jedoch klar zusammengefasst, dass jede Familie ihre eigenen Regeln hat und weitergibt, was ihr wichtig ist. Diese Zusammenfassung hat die anderen Inhalte gut abgerundet.

Schade finde ich, dass die Informationen zu den verschiedenen Bereichen oft nur angerissen werden. An manchen Stellen war mir zu wenig Information und zu wenig Tiefe. Klar soll das Buch Eltern dazu animieren mit ihren Kindern weiterzuforschen, aber ein paar Links oder Tipps zu weiterführenden Quellen wären hilfreich gewesen, damit man in den Weiten des Internet nicht in der Informationsflut versinkt und auch wirklich aktuelle Infos findet. Das muss nicht einmal im Buch selbst stehen. Ein QR Code würde reichen, um auf eine Seite mit passenden Quellen weiterzuleiten. Als Einstieg, um Kindern gesunde Ernährung näherzubringen, funktioniert das Buch aber trotzdem gut.

Die Illustrationen von Gareth Ryans sind farbenfroh und detailreich, ohne Kinder zu überfordern. Viele Alltagssituationen sind so dargestellt, dass sich Kinder gut wiederfinden können. Die Bilder ergänzen die Geschichte sehr gelungen.

Fazit

Ein freundliches, alltagsnahes Buch, das Kindern Ernährungsthemen verständlich macht und Eltern praktische Denkanstöße gibt.

Welche kleinen Essensrituale oder Ideen haben euren Kindern geholfen Neues auszuprobieren?

Mein Rating: ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5)

(*)Hinweis: Der Link ist ein Amazon‑Affiliate‑Link. Wenn du darüber kaufst, unterstützt du Das Buch‑Café – für dich bleibt der Preis gleich.

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