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Montag, 1. Juni 2026

Wordworld Montagsfrage #214 ~ Wie steht ihr zu Mängelexemplaren?

 

Heute geht es bei der Montagsfrage um das Thema

"Sind Mängelexemplare kein Problem für Euch oder etwas, was Ihr lieber nicht im Regal haben wollt?"

Mehr dazu könnt ihr auf dem Blog Wordworld bei Sophia nachlesen.


Manchmal habe ich das Gefühl, dass Bücher jedes Jahr ein bisschen teurer werden. Natürlich gönne ich mir Neuerscheinungen – sei es durch Vorbestellungen oder spontane Buchhandlungsbesuche – aber meine Wunschliste ist grundsätzlich länger als mein Budget. Mit drei Kindern und den üblichen Fixkosten muss ich einfach darauf achten, wie viel ich für mein Hobby ausgebe. Deshalb gehört es für mich ganz selbstverständlich dazu, nach Wegen zu suchen, günstig an Bücher zu kommen.

Ein großer Teil meiner Sammlung stammt aus gebrauchten Käufen: verschiedene Portale wie Bookbot, Medimops oder Willhaben, Flohmärkte und einige Bücher bekomme ich als Rezensionsexemplare. Und ja – auch das ein oder andere Mängelexemplar landet bei mir im Regal. Immerhin sind das ungelesene Bücher, die nur kleine optische Fehler haben. Entscheidend ist für mich der Zustand.

Wie streng bin ich bei Mängelexemplaren?

  • Ein Mängelexemplarstempel oder schwarzer Strich am unteren Buchschnitt stört mich nicht.
  • Kratzer oder Druckstellen bei Taschenbüchern finde ich völlig in Ordnung.
  • Bei Hardcovern werde ich wählerischer.

Wenn ein Hardcover einen Schutzumschlag hat, darf der gern mal etwas eingedellt oder wellig sein. Ich habe schon einige Umschläge wieder halbwegs glatt bekommen, indem ich sie vorsichtig gebügelt oder gepresst habe. Bei Plastikumschlägen würde ich das allerdings nicht ausprobieren.

Risse im Umschlag wären für mich ein klares Nein – da greife ich lieber zu einem gebrauchten Exemplar, bei dem ich vorher genau sehe, was ich bekomme, zum Beispiel über Portale, auf denen man das konkrete Exemplar auswählen kann. Bookbot ist da momentan mein Favorit.

Auch vergilbte Bücher oder Einbände mit tiefen Einschnitten lasse ich eher stehen, wenn ich das gleiche Buch gebraucht in besserem Zustand bekomme. In meiner Region unterscheiden sich die Preise zwischen Mängelexemplaren und neuwertigen gebrauchten Büchern kaum – oft sind letztere sogar günstiger.

Fazit

Ich habe grundsätzlich nichts gegen Mängelexemplare, solange das Innere gut lesbar ist – denn darauf kommt es am Ende an. Trotzdem greife ich meist lieber zu neuwertigen gebrauchten Büchern als zu stark beschädigten Mängelexemplaren, vor allem wenn der Preisunterschied minimal ist. Am wichtigsten ist für mich, dass das Buch optisch Freude macht, preislich im Rahmen bleibt und mir beim Lesen ein gutes Gefühl schenkt.

Wie geht ihr mit Mängelexemplaren um – sind sie für euch eine willkommene Möglichkeit, günstiger an Lesestoff zu kommen, oder achtet ihr beim Bücherkauf besonders auf den Zustand?

2 Kommentare:

  1. Hallo,
    Mängelexemplare sind kein Problem für mich. Ich habe auch schon mehrfach gebrauchte Bücher gekauft, dass die nicht taufrisch sind, ist okay.
    Kommt allerdings auf das Buch an. Wenn ich es gerne habe und ins Bücherregal ziehen soll, sollte es schon zumindest äußerlich gut aussehen.
    Wovon ich ganz die Finger lasse ist bei Amazon Bücher zu bestellen. Zum einen kamen die immer zerfleddert an und das geht natürlich nicht, vor allem wenn es ein Geschenk sein soll.
    Zum anderen habe ich 2,3 Bücherläden hier, dann gehe ich halt da hin wenn es denn ein neues Buch sein soll.
    Aber ich muss sagen dass ich in letzter Zeit beides weniger tue und eher eBooks lese, ich habe dann das Problem nicht, wohin mit den Büchern und wenn mir eines doch so gefällt, dass ich es bei mir im Regal haben möchte, kaufe ich es halt tatsächlich nochmal.

    Liebe Grüße:)

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    1. Hallo Silver,

      bei Amazon bestelle ich inzwischen auch kaum noch Bücher – vor allem keine teuren Hardcover. Wie die manchmal verpackt werden und in welchem Zustand sie ankommen, ist wirklich eine Zumutung. Leider müssen wir für den nächsten Buchladen bis in die Stadt fahren, und das ist mit meiner Tochter oft ziemlich mühsam.

      Deshalb haben mein Mann und ich ein kleines Ritual eingeführt: Einmal im Monat gehen wir gemeinsam in die Buchhandlung, wenn die Kinder in Kindergarten und Schule sind. Das ist für uns beide eine richtig schöne Auszeit – und dank Buchpreisbindung sind die Bücher dort ja auch nicht teurer. So unterstütze ich viel lieber die Händler vor Ort.

      Mängelexemplare sehe ich dagegen fast nirgendwo mehr. Nur in einem großen Supermarkt bei uns in der Nähe gibt es welche, aber die sind meistens so zerfleddert, weil die Leute nicht gerade vorsichtig damit umgehen. Da kaufe ich dann lieber gar nichts.

      Liebe Grüße,
      Jennifer

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