Montag, 7. Oktober 2013

[Rezension] Stephen King: Die Arena

Taschenbuch: 1296 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erschienen: 13. Juni 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453435230
ISBN-13: 978-3453435230
Originaltitel: Under the Dome
Preis [D]: EUR 12,99
Preis [A]: EUR 13,40

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Gerade will Dale "Barbie" Barbara, Imbisskoch und Irak-Veteran, die Kleinstadt verlassen, da senkt sich die Kuppel wie eine Guillotine herunter und macht seine Ausreise unmöglich. Dann hält das Grauen Einzug in den Mikrokosmos – vor allem dank der Taten des skrupellosen Autohändlers und Provinzpolitikers "Big Jim", der seine Männer mordend durch die Gegend ziehen lässt, während die Außenwelt hilflos zusehen muss. Am Ende, als kaum mehr Erwachsene am Leben sind, liegt das Schicksal von Chester’s Mill und seiner wenigen Überlebenden in den Händen der Kinder...


"Carrie", "The Shining", "Misery" - es gibt wohl nur wenige Leser oder Kinogänger, die nicht zumindest eine dieser drei Horrorgeschichten von Stephen King kennen. Einen internationalen Bestseller nach dem anderen legt der 1947 in Maine geborene Autor vor. Und nicht wenige davon wurden auch erfolgreich verfilmt. So spektakulär die Geschichten sind, so bürgerlich klingt Kings Werdegang. Nach Schule, Universität und früher Heirat arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Seiner Passion fürs Schreiben ging er abends und am Wochenende nach, bis ihm der Erfolg seiner ersten großen Geschichte, "Carrie", erlaubte, ausschließlich als Schriftsteller zu leben. Der Rest ist Legende. King hat drei Kinder und bereits mehrere Enkelkinder und lebt mit seiner Frau Tabitha in Maine und Florida.

Erstmal bin ich ziemlich stolz auf mich, dass ich diesen dicken Wälzer komplett durchgelesen habe. Das war das dickste Buch seit sehr langer Zeit.
Ich bin eigentlich erst auf die Idee gekommen das Buch zu lesen, als ich von der Fernsehserie gehört habe.
Die habe ich dann zwar nicht angeschaut, aber das Buch hatte trotzdem mein Interesse geweckt!
Trotzdem bin ich froh, dass ich dieses Buch jetzt weit hinter mir lassen kann....

Erstmal ging es mit einer ca. 400 Seiten langen Einführung los!
Verschiedene Bewohner aus Chester's Mill wurden vorgestellt und es wurde beschrieben, was alle in dem Moment gemacht haben, als die Kuppel sich über den Ort stülpte.
Anfangs ganz interessant, aber wenn dann jeder Bewohner mal dran kam doch etwas quälend. Davon abgesehen erfährt man nicht wirklich etwas über die Hintergrundgeschichte der Charaktere, was wohl bei einer ganzen Stadt mit 2000 Einwohnern zuviel verlangt wäre, doch genau aus diesem Grund bleiben alle Charaktere relativ platt.

Als es dann endlich mit der eigentlichen Handlung losging, war relativ schnell klar, dass Gut und Böse feste Begriffe sind im Buch. Die bösen Menschen bleiben böse und die guten Menschen bleiben gut....es gibt eigentlich keine Situation, in der sich die Grenzen mal etwas vermischen würden!
Außerdem war es mitunter schwierig den Überblick über die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren zu behalten. Es gibt zwar ein Personenverzeichnis im Buch, aber es war einfach sehr lästig immer nachschlagen zu müssen, vor allem wenn man endlich mal flüssig mit der Handlung vorangekommen ist.
Was mir auch sehr sauer aufgestoßen ist, war die derbe und teils sehr blutige Schreibweise. Auf der einen Seite wird mit Schimpfwörtern nicht gespart und auf der anderen Seite will man als Autor dann Moralapostel spielen und verwendet für Geschlechtsteile die Begriffe "Du-weißt-schon-was" und "Du-weißt-schon-wo".
Auf die Wörter zusätzlich wäre es dann wirklich nicht mehr angekommen.

Negativ aufgefallen ist mir auch, dass das Problem mit der Kuppel irgendwann gar nicht mehr das zentrale Thema ist. Im Laufe der Handlung wird sie immer mehr zur Nebensache und King konzentriert sich nur noch auf die Stadtbewohner und deren Kämpfe gegeneinander!

Der einzige wirklich positive Punkt ist das Ende, welches mich wirklich überrascht hat. Ich habe mir zwar schon etwas in die Richtung gedacht, aber niemals in diesem Ausmaß erwartet.

Eigentlich ein gutes Buch, das für mich persönlich aber zuviele Kritikpunkte und schwache Stellen hat! Es kommt einfach nicht an andere Werke von King heran.
Ich bin froh, dass ich den Wälzer endlich abhaken und mich wieder auf andere Bücher konzentrieren kann.
3 Monster

Kommentare:

  1. Huhu,

    also ich habe zum Beispiel die Serie angeschaut und die Serie war eigtl. total cool. Sehr zu meinem Leidwesen geht die 2. Staffel (von der ich eigtl. dachte, dass es keine gibt) erst nächstes Jahr im Sommer weiter :D Ich hatte mir nach der Serie ja fest vorgenommen, dass Buch zu lesen, weil ich die Serie eben so cool fand, aber so wie du es beschreibst klingt es ja so gar nicht nach King :/ Jetzt bin ich wirklich am zweifeln, ob ich es überhaupt noch wagen soll :D

    Ganz liebe Grüße
    Nadine <3

    buchesser.blogspot.de

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  2. Hallöchen liebe Jenny,

    ich will das Buch unbedingt noch lesen. Dass es so viele Seiten hat, reizt mich :)
    Ich habe deinen Blog mal in die Liste meine Lieblingsblogs aufgenommen.
    Wenn du magst, kann du ja mal einen Blick bei mir reinwerfen.
    Liebe Grüße,
    Fanny von lesemomente.blogspot.de

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