Donnerstag, 19. September 2013

[Rezension] Danielle Hawkins: Dinner mit Rose

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Marion von Schröder
Erschienen: 13. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3547711878
ISBN-13: 978-3547711875
Originaltitel: Dinner at Rose's
Preis [D]: EUR 16,99
Preis [A]: EUR 17,50

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Als Josie ihren Freund inflagranti mit ihrer besten Freundin erwischt, packt sie kurzerhand die Koffer und flieht nach Neuseeland, auf die Farm ihrer Tante Rose. Zwischen Kühen und Schafen hofft sie, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Tante Rose empfängt sie mit offenen Armen - und einem kräftigen Gin Tonic. Das hilft fürs Erste. Aber dann begegnet Josie ihrer Jugendliebe Matt, und das Gefühlschaos ist komplett. Als Rose schwer erkrankt, wird Matt zu Josies wichtigster Stütze. Gemeinsam kümmern sie sich um Rose, die Farm und das Hausschwein Percy. Dabei kommen sie sich schnell wieder näher, und Josie muss sich fragen, ob die große Liebe nicht vielleicht doch in der neuseeländischen Provinz auf sie wartet.


Danielle Hawkins arbeitet als Tierärztin und lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern auf einer Schaffarm in Neuseeland. "Dinner mit Rose" ist ihr erster Roman. 

"Dinner mit Rose" hat mich im Buchladen schon so in seinen Bann gezogen, dass ich einfach nicht daran vorbeilaufen konnte.
Der Schutzumschlag ist in wunderschönen warmen Farben gestaltet und mit der Rosenranke, die über das Cover verläuft, ein echter Hingucker! Die Ranke setzt sich übrigens auch in der gleichen Farbe am Buchschnitt fort, was ich persönlich sehr schön finde!

Die Gestaltung passt auch meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte!
Es geht in diesem Buch zwar um Liebe, Familie und freudige Wiedersehen, aber es kommen auch Emotionen wie Trauer, Verlust und Angst vor. Eben wie eine Rose, die zwar wunderschön ist, aber auch Dornen hat!

Direkt im ersten Kapitel steht man mitten in der Geschichte. Josie hat ihren Freund inflagranti mit ihrer besten Freundin erwischt und flüchtet zu ihrer Tante Rose.
Allerding ist Rose nicht Josies richtige Tante, sondern die Tante ihrer Jugendliebe Matt, der früher Josies Nachbar war. Matt lebt immer noch in der Nachbarschaft, da er die Farm seiner Eltern übernommen hat. So kommt Josie nicht drumherum Matt wiederzutreffen und die Verwicklungen mit der Liebe fangen an, denn Matt hat eine Freundin und Josie hängen lästige Verehrer an.

Doch die teilweise witzigen Szenen werden bald abgelöst von einer traurigen Nachricht: Tante Rose hat Brustkrebs!
Mit der Diagnose beginnt ein Leidensweg für alle Beteiligten, die teilweise aber über sich selbst hinauswachsen, um diese Zeit zu überstehen.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen und einfühlsamen Schreibstil, mit dem sie den Leser abwechselnd zum Schmunzeln und zum Grübeln bringt. An der ein oder anderen Stelle muss man sogar einige Tränchen vergießen.

Vor allem die Beschreibung ihrer Charaktere ist sehr liebevoll und detailliert.
Tante Rose wird anfangs als eine große und stattliche Frau beschrieben, die in einer windschiefen, baufälligen Villa lebt und ein verwöhntes Schwein als Haustier hat. Ihre Kochkünste sind eher von experimenteller Natur und so ersetzt sie in einem Rezept auch mal die saure Sahne gegen Erdbeerjoghurt, weil sie nichts anderes im Haus hat. Sie ist eine sehr lebensfrohe Person, die sich nicht um die Meinung anderer schert und ich denke, Tante Rose wäre mir auch im echten Leben sehr sympathisch gewesen.
Umso ergreifender ist es, sowohl für Rose als auch den Leser, als sie die Diagnose Krebs bekommt.
Man erlebt den Verfall dieser Frau hautnah und trotzdem beweist sie Stärke und Mut. Ich muss wirklich zugeben, dass ich bei einigen Szenen kurz pausieren musste, weil mir die Tränen kamen und nicht mehr aufhören wollten.

Aber auch Josie und Matt, sowie die Nebencharaktere, waren so liebevoll beschrieben, dass sie einem nur symathisch werden konnten. Jeder Charakter muss eine Fülle von Emotionen durchleben und macht gewissermaßen eine eigene Entwicklung durch. Dazu kommt noch, dass die Geschichten der einzelnen Charaktere so gut aufeinander abgestimmt sind, dass es eigentlich keine Lücken oder lästige Fragen gibt, die am Ende offen bleiben.

Mit ihrem Debütroman hat es Danielle Hawkins geschafft, alle großen Emotionen in einem Buch zu vereinen.
Es ist lange her, dass mich ein Buch so sehr berührt hat, wie dieses. Ich musste abwechselnd lachen und weinen und nach dem letzten Satz konnte ich das Buch (zwar mit etwas Herzschmerz) befriedigt schließen.
Nach der erlebnisreichen Reise, die ich mit diesem Roman erleben durfte, wird das Buch einen Ehrenplatz in meinem Regal bekommen.

5 Monster

Kommentare:

  1. Hallo! Ich habe jetzt nur dein Fazit gelesen, weil ich selbst gerade mit dem Buch angefangen habe, aber das hört sich ja schon sehr vielversprechend an =)
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Ich hab schon die Leseprobe zu dem Buch gelesen und fand diese sehr gut, ich denke, ich werde das Buch auch noch lesen. :)
    Schöne Rezi <3

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