Mittwoch, 8. Mai 2013

[Rezension] Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder


Gebundene Ausgabe: 415 Seiten 
Verlag: PAN
Erschienen: 2. November 2011
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426283689 
ISBN-13: 978-3426283684 
Originaltitel: Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
Preis [D]: EUR 16,99
Preis [A]: EUR 17,50



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Jacob hat als Kind eine innige Beziehung zu seinem Großvater Abraham. Dieser erzählt ihm immer abenteuerliche Geschichten von Kindern mit besonderen Fähigkeiten, die sich auf einer Insel verstecken und von Monstern gejagt werden. Er zeigt ihm sogar Fotos zu den Personen, die in seinen Geschichten vorkommen. Als Kind glaubt ihm Jacob, doch je älter er wird umso mehr glaubt er, in den Geschichten Lügen und Märchen zu entdecken. Doch eines Tages wird er eines Besseren belehrt.


Er erhält einen aufgebrachten Anruf seines Großvaters, der behauptet die Monster hätten ihn gefunden und er bräuchte Hilfe.
Jacob, der seinen Großvater für verrückt hält, macht sich auf den Weg und möchte nach dem Rechten sehen. Doch als er am Haus seines Großvaters ankommt, ist das Haus verwüstet und sein Großvater verschwunden. Jacob macht sich auf die Suche und findet ihn schließlich im nahe gelegenen Wald. Die Brust des Großvaters ist zerfetzt und mit den letzten Atemzügen versucht er Jacob vor den Monstern zu warnen und möchte, dass er die die Kinder auf der Insel findet und sich in Sicherheit bringt.
Plötzlich sieht Jacob ein Monster mit schlangenähnlichen Zungen im Unterholz, welches jedoch verschwindet.
Konfrontiert mit der Wahrheit, dass sein Großvater all die Jahre doch Recht hatte, macht er sich auf den Weg zur Insel, um endlich Abrahams Geheimnisse zu lüften.


Der US-amerikanische Schriftsteller und Filmproduzent Ransom Riggs wurde in Maryland geboren und wuchs in einem Fischerort im südlichen Florida auf. Da die Region für junge Menschen nicht viel zu bieten hat, begann er bereits in jungen Jahren in Musikbands zu spielen. Darüber hinaus drehte er gemeinsam mit seinen Freunden erste Filme. Nach seinem Highschool-Abschlus studierte Ransom Riggs in Ohio und Los Angeles Literatur sowie Filmproduktion. Heute ist er als Werbefilmer für Firmen wie Absolut Vodka und Nissan tätig und wirkt darüber hinaus als Drehbuchautor, Journalist und Fotograf. Mit "Die Insel der besonderen Kinder" erschien 2011 sein Roman-Debüt.

Das Buch ist mir in der Buchhandlung sofort ins Auge gestochen. Das Cover ist in Grün- und Schwarztönen gehalten und hat an den Buchecken schöne verschnörkelte Linien. In der Mitte prangt ein Foto, auf dem ein schwebendes Mädchen abgebildet ist. Insgesamt macht das Buch somit einen gruseligen und gespenstischen Eindruck.
Beim Durchblättern fallen zusätzlich noch die vielen Fotografien auf, die im Buch abgedruckt sind. Sie zeigen schwebende Kinder, Menschen mit Mündern am Hinterkopf und andere skurrile Gestalten. Man wird automatisch neugierig, was es mit all diesen Personen auf sich hat und in welcher Verbindung sie zu Abraham und Jacob stehen.

Die Geschichte fängt spannend an und man ist neugierig auf die weitere Handlung, doch mit jeder Seite wurde das Buch langweiliger.
Die Charaktere sind sehr platt beschrieben und ich persönlich konnte mich bis zum Ende des Buches nicht mit einer einzigen Person im Buch anfreunden.
Die ganze Geschichte ist so konstruiert, dass den Charakteren gar kein Spielraum bleibt, um sich entwickeln zu können. Sie werden zwar kurz beschrieben und kommen auch mit einigen Dialogen zum Zug, aber richtig in den Vordergrund tritt keiner. Selbst Jacob als Hauptcharakter kam nicht richtig zur Geltung.
Was beim Durchblättern noch als nette Idee erschien, um das Buch aufzuwerten, entpuppt sich jetzt als ziemlich störend beim Lesen. Die Fotos zeigen die Personen im Buch mit ihren Fähigkeiten. Hier habe ich die Befürchtung, dass der Autor bewusst auf ausführliche Charakterbeschreibungen verzichtet hat, da man sich ja anhand der Fotos ein Bild der Personen machen kann. Hier geht jegliche Fantasie verloren, da man ständig die Bilder und die vorgegeben Tatsachen im Kopf hat und es keine Chance gibt, die eigene Fantasie miteinfließen zu lassen. Das hat mir persönlich beim Lesen aber sehr gefehlt und meiner Meinung nach sind die Fotos einfach überflüssig.
Außerdem stören die Fotos den Lesefluss, denn immer wenn man gerade gut in der Handlung vorankommt, tauchen mehrere Fotos auf, die man überblättern muss und einen ganz aus dem Konzept bringen. Das ist ziemlich lästig und nimmt einem auch noch den restlichen Spaß am Lesen, wenn das nicht schon die Handlung an sich übernommen hat.
Bei jeder weiteren Seite wirkte die Handlung erzwungener und gekünstelter. Selbst eine Liebesgeschichte zwischen Jacob und Emma, der früheren Geliebten Abrahams, hat der Autor versucht einzubauen. Das ist ihm aber gänzlich misslungen. Es kommen absolut keine Gefühle rüber und alles wirkt recht emotionslos. Die ganze Geschichte ist sehr an den Haaren herbeigezogen und entwickelt sich ziemlich schnell so, dass alles vorhersehbar wird.


Ich habe das Buch mit großen Erwartungen in die Hand genommen und wurde sehr enttäuscht. Erwartet habe ich ein fesselndes Fantasy-Buch, da mir die Idee mit den besonderen Kindern auch sehr gut gefiel, doch im Endeffekt war das Buch nur schöner Schein.
Der Autor hat versucht möglichst viel Handlung und viele Personen ins Buch zu pressen, aber dann leider nur alles kurz angerissen, so dass am Ende nichts herauskam. Keine Spannung, keine Handlung und keine Möglichkeit die eigene Fantasie mitspielen zu lassen. Statt im Buch massenweise Fotos abzudrucken, hätte der Autor lieber die Charaktere und die Handlung ausbauen sollen. Damit wären die Seiten besser gefüllt gewesen.
Insgesamt war das Buch für mich ein absoluter Fehlgriff und nur für das schöne Cover bekommt es noch eine Bewertung von zwei Monstern.

2 Monster

Kommentare:

  1. schöner bericht .. habe deinen blog über blog connect gefunden. vielleicht magst auch mal bei mir vorbeischauen
    http://gittetestet.blogspot.de/
    lg gitte

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    1. Juhu :) Mein erster Kommentar auf meinem Blog!!
      Ich habe auch deinen Blog schon auf meine Blog-Liste gesetzt....es ist immer gut, vorher andere Meinungen zu hören, bevor man sich ein neues Produkt kauft :)

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Schön, dass ihr lieben Leser es bis hierher zu den Kommentaren geschafft habt!! ♥
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