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Montag, 9. März 2026

[Rezension] Soji Shimada: The Tokyo Zodiac Murders

Buchcover

The Tokyo Zodiac Murders

Autor: Soji Shimada

Seiten: 320 Seiten

Format: Paperback

Verlag: Pushkin Vertigo

Sprache: Englisch

Genre: Honkaku-Mystery / Rätselkrimi / Whodunit

Bewertung: ⭐⭐⭐⯪☆

Bildquelle: Goodreads / Pushkin Vertigo / Soji Shimada



Worum geht's?

Japan, 1936 an eccentric artist has been found dead, in a room locked from the inside. His diaries reveal a terrible plan to kill seven of his female relatives, but it is not until after the discovery of his body that the plan is apparently carried out: the women are killed and later found dismembered and buried across rural Japan. A decade on, an illustrator and an astrologer set off around the country to solve the gruesome unsolved mystery of the Tokyo Zodiac Murders.

„All the clues are there. You only have to put them together.“

Meine Meinung

Es fällt mir ehrlich gesagt nicht ganz leicht, dieses Buch zu bewerten. Die geheimnisvolle Figur Azoth hat mich von Anfang an fasziniert, und ich war fest entschlossen, das Rätsel zu lösen. Die Grundidee ist spannend, und der Fall entwickelt sich auf eine Weise, die mich immer wieder neugierig weiterblättern ließ.

Allerdings war die Umsetzung anspruchsvoller, als ich erwartet hatte. Das Buch ist stark durchdrungen von japanischer Geschichte, Mythologie und kulturellen Symbolen. Wenn man nicht in Japan aufgewachsen ist oder sich intensiv mit der Kultur beschäftigt hat, ist es nahezu unmöglich, alle versteckten Hinweise zu erkennen oder die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dadurch fühlte ich mich stellenweise eher wie eine außenstehende Beobachterin, die versucht, ein Puzzle zu lösen, dem ein paar entscheidende Teile fehlen.

Was mich zusätzlich aus dem Lesefluss gebracht hat, war der Dialog zwischen Kyoshi und Ishioka. Die Gespräche wirkten oft trocken, hölzern und wenig lebendig. Statt die Handlung voranzutreiben oder die Figuren greifbarer zu machen, bremsten sie mich eher aus. Ich ertappte mich mehrfach dabei, wie meine Konzentration nachließ — etwas, das mir beim Lesen sonst kaum passiert.

Trotz dieser Schwächen hat mich der Fall selbst gut unterhalten. Besonders das Ende, vor allem der Brief, hat mir sehr gefallen und dem Buch einen stimmigen, beinahe poetischen Abschluss gegeben. Es ist eines dieser Bücher, die nicht perfekt sind, aber dennoch etwas Besonderes an sich haben.

Fazit

Ein atmosphärischer, kulturell tief verwurzelter Kriminalfall, der vor allem Leser:innen anspricht, die Freude daran haben, sich in historische und mythologische Details zu vertiefen. Die Dialoge sind nicht immer leicht zugänglich, doch die Grundidee und das starke Ende machen vieles wieder wett.

Wie geht es euch mit Büchern, die stark auf kulturelles Hintergrundwissen setzen — fühlt ihr euch davon eher bereichert oder eher ausgeschlossen?

Mein Rating: ⭐⭐⭐⯪☆ (3.5/5)

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